Ungarisches Gemeinschaftshaus Pusztina

  • Nach der Wende 1989 wurde in Pusztina (und in den anderen Tschango-Dörfern) verstärkt der Wunsch nach einer ungarischen Schule und dem liturgischen Gebrauch der ungarischen Sprache laut. Nach der Wende 1989 wurde in Pustiana/Pusztina (und in den anderen Tschango-Dörfern) verstärkt der Wunsch nach einer ungarischen Schule und dem liturgischen Gebrauch der ungarischen Sprache laut.
  • Nachdem die entsprechenden Anträge beim Schulinspektorat, bei der Kirche und den Staatsorganen jahrelang kein Gehör fanden, kam die Idee zum Kauf oder zur Errichtung eines Gemeinschaftshauses auf.
  • Dieser Wunsch konkretisierte sich ab dem Jahr 2000, als der Verband der Tschango-Ungarn (MCSMSZ) sein Programm zum außerschulischen Sprachunterricht lancierte.
  • Im Jahr 2002 konnte ein Grundstück zu diesem Zweck erworben werden, der ungarische Staat (Ministerium des nationalen Kulturerbes) übernahm die Finanzen, Projektführer war der Siebenbürger Ungarische Kulturverein (EMKE) volt.
  • 2005 wurden die Bauarbeiten in Angriff genommen und im Jahr 2006 konnte das Haus endlich seiner Bestimmung übergeben werden.

 

 

Programme im Gemeinschaftshaus

  • Im Mai 2006 organisierte hier die Stiftung Teleki László eine internationale Konferenz zum Thema Gefährdetes Erbe, gefährdete Kulturen.
  • Seit 2006-07 finden das außerschulische Unterrichtsprogramm des Verbands der Tschango-Ungarn im Gemeinschaftshaus statt; während des Schuljahres finden die Programme für Kinder im Schulalter täglich statt.
  • Hier fand der III. Volksliedwettbewerb im Szeret-Tal statt, organisiert ebenfalls vom Tschango-Verband, der die Kinder mit den besten Singstimmen aus allen Dörfern vereint, in denen der Verband mit seinem Unterrichtsprogramm präsent ist.
  • Das Gemeinschaftshaus bietet etlichen außerschulischen Aktivitäten Unterschlupf, in erster Linie in den Bereichen Kultur, Kunst und Kunsthandwerk einschließlich des Gesang- und Tanzunterrichts und der Brauchtumspflege.
  • Einer der besten zeitgenössischen Geschichtenerzähler, Berecz András, war Gast des Hauses und gab hier seine Geschichten zum Besten. Die Grafikerin Kartali Marietta, der Bildhauer Majoros István, der Maler Szabó László und die Lehrerin Vajda Éva beschäftigten sich während zweier Jahre regelmäßig in und außerhalb der Schule mit den Pusztinaer Kindern. Die Ausstellung des Fotografen Ádám Gyula fand ebenso im Gemeinschaftshaus statt wie die Lesung des Dichters Sántha Attila, das Konzert der Gruppen Berka und Fabatka und die Vorstellungen der Truppe des Nationalen Kammertheaters (Regie Usztics Mátyás, Schauspieler Pelsőczy László, Herman Gréta und Mettler S. Emese) – und dies ist nur eine Auswahl unserer kulturellen Programme.
  • Zu Gast waren Botschafter Füzes Oszkár und Botschaftssekretär Polonyi Géza von der Ungarischen Botschaft Bukarest die Leiter des Siebenbürger Kulturvereins EMKE und der Ungarn-Partei Rumäniens RMDSZ, die Vertreter des ungarischen Amtes des Ministerpräsidenten und die Vertreter zahlreicher anderer Organisationen aus Ungarn.
  • Einen Besuch statteten uns die Schüler der fünften Klasse der Bethlen Gábor Schule aus Grünberg/Szárhegy/Lăzarea und eine Kindergruppe aus dem Niersch-Tal (Niersch/Nyárád/Niraj) ab, letztere trugen ein Werk des Komponisten und Musikpädagogen Kodály Zoltán vor.
  • Im Sommer 2009 organisierten wir das I. Pusztinaer Musiklager mit über 100 Teilnehmern aus Pusztina und anderen Dörfern.
  • Im August 2009 besuchten die Mitglieder des Ritterordens Sankt Stephan im Rahmen ihrer fünften Pilgerreise Pusztina und zeigten uns die authentische Kopie des Schwertes des großen Königs und Staatsgründers, dessen Original seit 1368 in Prag aufbewahrt wird.
  • Im Herbst 2009 hielt die Freie Europäische Universität der ungarischen Protestanten im Pusztinaer Ungarnhaus ihre Jahresversammlung ab; in diesem Rahmen stellte Vorsteher Bartha András den Gästen das Dorf vor und Universitätsprofessor Tánczos Vilmos hielt einen Vortrag zur Geschichte und gegenwärtigen Situation der Tschangos.
  • Ende 2009 ging unsere Hompage online, zuerst nur auf Ungarisch und Rumänisch, seit Mitte 2010 auch auf Englisch und Deutsch (www.pusztina.ro und www.pustiana.ro).

 

Übersetzt aus dem Ungarischen von: István Neumann